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Musik in der Boutique

4 Konzerte mit jungen Musiker/innen und Kompositionen aus Dänemark
ermöglicht durch die SULGER‑STIFTUNG

Die Konzerte finden trotz der Beschränkung auf 15 Personen pro Veranstaltung statt! Damit möglichst viele Personen teilnehmen können, wird es jeweils um 19:30 eine Wiederholung des Konzerts geben. Die Teilnehmerzahl pro Konzert ist auf 15 Personen beschränkt. 

Die Boutique Danoise strahlt in die Stadt und Region Basel nicht nur nordisches Design aus, sondern im umfassenden Sinn Kultur und Lebenskunst. Stellvertretend dafür steht in der Wintersaison 2020/21 die Musik im Mittelpunkt, und zwar Musik aus Dänemark, die in Basels Musikleben gewöhnlich nicht zum Kanon der gängigen Konzertprogramme gehört. In vier Konzerten stellen junge Nachwuchsinterpret/innen nie oder selten gehörte Kammermusikwerke vor, die alle eine dänische Provenienz aufweisen, sei es, dass die Komponisten Dänen waren und über die Landesgrenzen hinaus gewirkt haben, sei es, dass es sich um europäische Komponisten handelt, die am dänischen Hof attraktive Arbeitsbedingungen fanden.

Musik aus Dänemark soll in der einzigartigen Atmosphäre der Ausstellungsräume im Herzen der Stadt klingend bezeugen, dass die Boutique Danoise ein lebendiges Zentrum ist für „The art of nordic living“.

Im Rahmen des Corona-Schutzkonzeptes bitten wir folgendes zu beachten:

  • Um Anmeldung wird gebeten unter Angabe des Namens, der Wohnadresse und Telefonnummer an musik@boutiquedanoise.ch oder telefonisch unter 061 271 20 20.
  • Die Anzahl Gäste ist auf maximal 15 Personen beschränkt, die sich auf die Parterre- und Obergeschoss-Räumlichkeiten sowie auf die Treppe verteilen können.
  • Es besteht eine Maskenpflicht innerhalb des ganzen Geschäfts.
  • Um die Einhaltung des obligatorischen Abstands von 1,5m wird gebeten.

Konzertbeginn ist 17.30h und 19:30h (Wiederholung).

Wir freuen uns auf Sie!

Anmeldung

Nächstes konzert

Samstag, 6. Februar 2021, 17.30 Uhr und 19:30 Uhr
Musik von Niels Gade (1817‑1890)

Weitere Konzerte in der Wintersaison 2020/ 2021


Samstag, 13. März 2021, 17.30 Uhr
Musik von John Dowland (1563‑1626)

Bisherige konzert

Samstag, 31. Oktober 2020

Den Auftakt der dänisch-skandinavischen Konzertreihe in der Boutique Danoise
prägte ein reines Querflöten-Programm. Einerseits ist es eine Hommage an
dieses Instrument – es ist eines der ältesten der Musikgeschichte und entstand
in der westlichen Kultur gemäss der griechischen Sage, weil der Wind in einen
abgeschnittenen Schilfhalm wehte und so Klänge hervorrief (Panflöte). Andererseits ist es natürlich eine Hommage an die drei Komponisten, die jeder auf seine Art mit Nordeuropa verbunden war.

Die Ausführenden: Das Flötenquartett «Flûtes en air»

Das Programm: Unbekannte Werke aus Dänemark für 4 Flöten

  • Carl Joachim Andersen (1847−1909)
  • Figaro-Fantasie (W.A. Mozart) für 4 Flöten
  • Finn Mortensen (1922−1983) – Sonate für Flöte solo (1952)
  • Friedrich Kuhlau, (1786−1832) – Quartett e-Moll für 4 Flöten

Samstag, 5. Dezember 2020

Beim 2. Konzert vom 5. Dezember 2020 lag der Fokus auf dem 17. Jahrhundert, wobei zwei Aspekte mit einander verbunden waren: Die riesige Musiksammlung des schwedischen Hofkapellmeister Gustav Düben (heute aufbewahrt in der Universitätsbibliothek Uppsala) und das Oeuvre des berühmten Lübecker Marien-Organisten Dieterich Buxtehude, der in Dänemark geboren und aufgewachsen ist und eine dänische Mutter hatte. Düben und Buxtehude kannten sich, und das schönste Denkmal ihrer Freundschaft ist die Widmung eines der bekanntesten Werke Buxtehudes, der „Membra Jesu Nostri“, an seinen schwedischen Kollegen in Stockholm (1680). Unter den zahllosen bedeutenden Komponisten, deren Werke in Dübens Sammlung vertreten sind, ragt neben Buxtehude auch Heinrich Schütz heraus.

Im Programm dieses 2. Konzerts wechseln ausgewählte Instrumentalstücke aus der Düben-Sammlung mit Vokalwerken von Buxtehude ab, die insofern selten zu hören sind, als sie für eine kleine, quasi kammermusikalische Besetzung geschrieben sind und in den heute bevorzugten Programmen meistens hinter den Aufführungen der großen Vokalkonzerte Buxtehudes zurückstehen. An den wunderbaren Werken des intimeren Genres gehen deshalb die Ausführenden wie das Konzertpublikum heute oft achtlos vorbei, obwohl sich darunter musikalische Schätze befinden.

Diese Raritäten werden von jungen Interpreten zur Aufführung gebracht, die sich bei ihrem Studium an der Schola Cantorum Basiliensis (Musik-Akademie Basel) kennengelernt haben und sich in ihrer beruflichen Arbeit den verschiedenen Stilbereichen der Alten Musik widmen. Dabei folgen sie ganz der Devise „Kostbares Erbe – schöpferische Gegenwart“ und erforschen in diesem Konzert ein Repertoire, das – neben der konventionellerweise im Vordergrund stehenden Musik Italiens, Frankreichs und Deutschlands – eine besondere Akzentuierung absolut verdient hat: Die Musik des Nordens.

Das Programm:

  • Dieterich Buxtehude, (1637 – 1707), Fuga in G, BuxWV 175,  Herr, wenn ich nur Dich hab, BuxWV38
  • Anonym, Sonata a 2 aus der Düben-Sammlung 11:2
  • Dieterich Buxtehude, Sicut Moses exaltavit serpentem, BuxWV 97
  • Anonym, Sonata ex C a 3 aus der Düben-Sammlung 11:7
  • Dieterich Buxtehude, Fallax mundus ornat vultus, BuxWV 28
  • Anonym, Passacaglia a Violino Solo aus der Düben- Sammlung 10:13
  • Dieterich Buxtehude, Also hat Gott die Welt geliebt, BuxWV 5

Die Ausführenden:

  • Ivo Haun, Tenor
  • Das Ensemble „Der musikalische Garten“: 
    • Germán Echeverri Chamorro und Karoline Echeverri Klemm, Violinen
    • Annekatrin Beller, Violoncello
    • Johannes Keller, Cembalo

 

Text by Texte Reidemeister

Musik in der Boutique

4 Konzerte mit jungen Musiker/innen und Kompositionen aus Dänemark
ermöglicht durch die SULGER‑STIFTUNG

Die Konzerte finden trotz der Beschränkung auf 15 Personen pro Veranstaltung statt! Damit möglichst viele Personen teilnehmen können, wird es jeweils um 19:30 eine Wiederholung des Konzerts geben. Die Teilnehmerzahl pro Konzert ist auf 15 Personen beschränkt. 

Die Boutique Danoise strahlt in die Stadt und Region Basel nicht nur nordisches Design aus, sondern im umfassenden Sinn Kultur und Lebenskunst. Stellvertretend dafür steht in der Wintersaison 2020/21 die Musik im Mittelpunkt, und zwar Musik aus Dänemark, die in Basels Musikleben gewöhnlich nicht zum Kanon der gängigen Konzertprogramme gehört. In vier Konzerten stellen junge Nachwuchsinterpret/innen nie oder selten gehörte Kammermusikwerke vor, die alle eine dänische Provenienz aufweisen, sei es, dass die Komponisten Dänen waren und über die Landesgrenzen hinaus gewirkt haben, sei es, dass es sich um europäische Komponisten handelt, die am dänischen Hof attraktive Arbeitsbedingungen fanden.

Musik aus Dänemark soll in der einzigartigen Atmosphäre der Ausstellungsräume im Herzen der Stadt klingend bezeugen, dass die Boutique Danoise ein lebendiges Zentrum ist für „The art of nordic living“.

Im Rahmen des Corona-Schutzkonzeptes bitten wir folgendes zu beachten:

  • Um Anmeldung wird gebeten unter Angabe des Namens, der Wohnadresse und Telefonnummer an musik@boutiquedanoise.ch oder telefonisch unter 061 271 20 20.
  • Die Anzahl Gäste ist auf maximal 50 Personen beschränkt, die sich auf die Parterre- und Obergeschoss-Räumlichkeiten sowie auf die Treppe verteilen können.
  • Es besteht eine Maskenpflicht innerhalb des ganzen Geschäfts.
  • Um die Einhaltung des obligatorischen Abstands von 1,5m wird gebeten.

Konzertbeginn ist 17.30h. Nach dem Konzert gegen 18.30h wird im Bistro ein kleiner Apéro gereicht, um den Gästen Gelegenheit zu bieten, untereinander und mit den Musiker/innen ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Sie!

Anmeldung

Nächstes konzert

Samstag, 5. Dezember 2020, 17.30 Uhr


Musikalische Highlights aus dem Norden

Werke von Dieterich Buxtehude und seinen Zeitgenossen

Erfolgreich begann unsere neue Konzertreihe Ende Oktober mit Musik des 19. Jahrhunderts aus Dänemark und Norwegen. Die Qualität der zu hörenden Werke, der Schwung der jungen Musiker/innen und das Ambiente des besonderen Raumes mit seinen schönen Objekten und der guten Akustik führten zu einem von allen Gästen hoch gelobten Musikerlebnis.

Beim 2. Konzert vom 5. Dezember 2020 (17.30 Uhr und 19:30 Uhr) ist der Fokus auf das 17. Jahrhundert gerichtet, wobei zwei Aspekte mit einander verbunden werden: Die riesige Musiksammlung des schwedischen Hofkapellmeister Gustav Düben (heute aufbewahrt in der Universitätsbibliothek Uppsala) und das Oeuvre des berühmten Lübecker Marien-Organisten Dieterich Buxtehude, der in Dänemark geboren und aufgewachsen ist und eine dänische Mutter hatte. Düben und Buxtehude kannten sich, und das schönste Denkmal ihrer Freundschaft ist die Widmung eines der bekanntesten Werke Buxtehudes, der „Membra Jesu Nostri“, an seinen schwedischen Kollegen in Stockholm (1680). Unter den zahllosen bedeutenden Komponisten, deren Werke in Dübens Sammlung vertreten sind, ragt neben Buxtehude auch Heinrich Schütz heraus.

Im Programm dieses 2. Konzerts wechseln ausgewählte Instrumentalstücke aus der Düben-Sammlung mit Vokalwerken von Buxtehude ab, die insofern selten zu hören sind, als sie für eine kleine, quasi kammermusikalische Besetzung geschrieben sind und in den heute bevorzugten Programmen meistens hinter den Aufführungen der großen Vokalkonzerte Buxtehudes zurückstehen. An den wunderbaren Werken des intimeren Genres gehen deshalb die Ausführenden wie das Konzertpublikum heute oft achtlos vorbei, obwohl sich darunter musikalische Schätze befinden.

Diese Raritäten werden von jungen Interpreten zur Aufführung gebracht, die sich bei ihrem Studium an der Schola Cantorum Basiliensis (Musik-Akademie Basel) kennengelernt haben und sich in ihrer beruflichen Arbeit den verschiedenen Stilbereichen der Alten Musik widmen. Dabei folgen sie ganz der Devise „Kostbares Erbe – schöpferische Gegenwart“ und erforschen in diesem Konzert ein Repertoire, das – neben der konventionellerweise im Vordergrund stehenden Musik Italiens, Frankreichs und Deutschlands – eine besondere Akzentuierung absolut verdient hat: 

Die Musik des Nordens.

 

Dieterich Buxtehude, (1637 – 1707), Fuga in G, BuxWV 175,  Herr, wenn ich nur Dich hab, BuxWV38

Anonym, Sonata a 2 aus der Düben-Sammlung 11:2

Dieterich Buxtehude, Sicut Moses exaltavit serpentem, BuxWV 97

Anonym, Sonata ex C a 3 aus der Düben-Sammlung 11:7

Dieterich Buxtehude, Fallax mundus ornat vultus, BuxWV 28

Anonym, Passacaglia a Violino Solo aus der Düben- Sammlung 10:13

Dieterich Buxtehude, Also hat Gott die Welt geliebt, BuxWV 5

 

Das Ensemble

Ivo Haun, Tenor

„Der musikalische Garten“: 

Germán Echeverri Chamorro und Karoline Echeverri Klemm, Violinen

Annekatrin Beller, Violoncello

Johannes Keller, Cembalo

 

Die Ausführenden

Ivo Haun wuchs in Brasilien auf. Dort erhielt er ab 2003 professionellen Musikunterricht auf der klassischen Gitarre, den er vier Jahre später mit einem Gesangsstudium fortsetzte. In Basel seit 2010, schloss er 2015 sein Masterstudium bei Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis ab und erhielt weitere Inspirationen durch Unterricht bei Richard Levitt und Meisterkurse bei Maria Cristina Kiehr, Andreas Scholl, Alessandro de Marchi, Christoph Prégardien, Dominique Visse u.a. Seine Hauptinteressen als Künstler sind die virtuose Singkunst der Renaissance und des Frühbarock, Improvisationspraktiken, die Verbindung von Rhetorik und Musik und die Aufführung von Musik vom 14. bis zum 17. Jahrhundert aus Originalnotation. Ivo Haun musiziert als Solo- und Ensemblesänger u.a. mit La Cetra (Andrea Marcon), La Morra (Corina Marti und Michal Gondko), Basler Madrigalisten (Raphael Immoos), Musica Fiorita (Daniela Dolci) und Thélème (Jean-Christophe Groffe).

Der Musikalische Garten, dessen Musiker sich während des Studiums an der Schola Cantorum Basiliensis kennenlernten, sorgte gleich nach seiner Gründung für Furore: Innerhalb weniger Monate gewann er fünf Wettbewerbe, u.a. den ersten Preis beim Internationalen H. I. F. Biber Wettbewerb in St. Florian (AT) und beim Berliner Bachwettbewerb.

Das Ensemble hat bereits fünf CDs eingespielt. Nach den vorherigen hochgelobten Aufnahmen, welche zu den „besten im Bereich der Kammermusik seit Jahren“ zählen (Concerto Nr. 288/ 2019), widmet sich die Gruppe bei ihrer neuen Einspielung von H.I.F. Bibers Harmonia Artificioso-Ariosa wieder ihrem Kernrepertoire, der skordierten Musik (in der die Violinen umgestimmt, d.h. nicht in der normalen Stimmung G -d -a- e gestimmt, sind).

In den vergangenen Jahren war Der Musikalische Garten zu Gast bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Händel-Haus Halle und gastierte in Bogotá (CO) im Rahmen der internationalen Konzertreihe der Biblioteca Luis Ángel Arango.

Weitere Konzerte in der Wintersaison 2020/ 2021


Samstag, 6. Februar 2021, 17.30 Uhr
Musik von Niels Gade (1817‑1890)

Samstag, 13. März 2021, 17.30 Uhr
Musik von John Dowland (1563‑1626)

Text by Texte Reidemeister

Musik in der Boutique

4 Konzerte mit jungen Musiker/innen und Kompositionen aus Dänemark

ermöglicht durch die SULGER‑STIFTUNG

Die Konzerte finden trotz der Beschränkung auf 15 Personen pro Veranstaltung statt! Damit möglichst viele Personen teilnehmen können, wird es jeweils um 19:30 eine Wiederholung des Konzerts geben. Die Teilnehmerzahl pro Konzert ist auf 15 Personen beschränkt. 

Die Boutique Danoise strahlt in die Stadt und Region Basel nicht nur nordisches Design aus, sondern im umfassenden Sinn Kultur und Lebenskunst. Stellvertretend dafür steht in der Wintersaison 2020/21 die Musik im Mittelpunkt, und zwar Musik aus Dänemark, die in Basels Musikleben gewöhnlich nicht zum Kanon der gängigen Konzertprogramme gehört. In vier Konzerten stellen junge Nachwuchsinterpret/innen nie oder selten gehörte Kammermusikwerke vor, die alle eine dänische Provenienz aufweisen, sei es, dass die Komponisten Dänen waren und über die Landesgrenzen hinaus gewirkt haben, sei es, dass es sich um europäische Komponisten handelt, die am dänischen Hof attraktive Arbeitsbedingungen fanden.

Musik aus Dänemark soll in der einzigartigen Atmosphäre der Ausstellungsräume im Herzen der Stadt klingend bezeugen, dass die Boutique Danoise ein lebendiges Zentrum ist für „The art of nordic living“.

Im Rahmen des Corona-Schutzkonzeptes bitten wir folgendes zu beachten:

  • Um Anmeldung wird gebeten unter Angabe des Namens, der Wohnadresse und Telefonnummer an musik@boutiquedanoise.ch oder telefonisch unter 061 271 20 20.
  • Die Anzahl Gäste ist auf maximal 50 Personen beschränkt, die sich auf die Parterre- und Obergeschoss-Räumlichkeiten sowie auf die Treppe verteilen können.
  • Es besteht eine Maskenpflicht innerhalb des ganzen Geschäfts.
  • Um die Einhaltung des obligatorischen Abstands von 1,5m wird gebeten.

Konzertbeginn ist 17.30h. Nach dem Konzert gegen 18.30h wird im Bistro ein kleiner Apéro gereicht, um den Gästen Gelegenheit zu bieten, untereinander und mit den Musiker/innen ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns auf Sie!

Anmeldung

Nächstes konzert

Samstag, 5. Dezember 2020, 17.30 Uhr


Musikalische Highlights aus dem Norden

Werke von Dieterich Buxtehude und seinen Zeitgenossen

Erfolgreich begann unsere neue Konzertreihe Ende Oktober mit Musik des 19. Jahrhunderts aus Dänemark und Norwegen. Die Qualität der zu hörenden Werke, der Schwung der jungen Musiker/innen und das Ambiente des besonderen Raumes mit seinen schönen Objekten und der guten Akustik führten zu einem von allen Gästen hoch gelobten Musikerlebnis.

Beim 2. Konzert vom 5. Dezember 2020 (17.30 Uhr und 19:30 Uhr) ist der Fokus auf das 17. Jahrhundert gerichtet, wobei zwei Aspekte mit einander verbunden werden: Die riesige Musiksammlung des schwedischen Hofkapellmeister Gustav Düben (heute aufbewahrt in der Universitätsbibliothek Uppsala) und das Oeuvre des berühmten Lübecker Marien-Organisten Dieterich Buxtehude, der in Dänemark geboren und aufgewachsen ist und eine dänische Mutter hatte. Düben und Buxtehude kannten sich, und das schönste Denkmal ihrer Freundschaft ist die Widmung eines der bekanntesten Werke Buxtehudes, der „Membra Jesu Nostri“, an seinen schwedischen Kollegen in Stockholm (1680). Unter den zahllosen bedeutenden Komponisten, deren Werke in Dübens Sammlung vertreten sind, ragt neben Buxtehude auch Heinrich Schütz heraus.

Im Programm dieses 2. Konzerts wechseln ausgewählte Instrumentalstücke aus der Düben-Sammlung mit Vokalwerken von Buxtehude ab, die insofern selten zu hören sind, als sie für eine kleine, quasi kammermusikalische Besetzung geschrieben sind und in den heute bevorzugten Programmen meistens hinter den Aufführungen der großen Vokalkonzerte Buxtehudes zurückstehen. An den wunderbaren Werken des intimeren Genres gehen deshalb die Ausführenden wie das Konzertpublikum heute oft achtlos vorbei, obwohl sich darunter musikalische Schätze befinden.

Diese Raritäten werden von jungen Interpreten zur Aufführung gebracht, die sich bei ihrem Studium an der Schola Cantorum Basiliensis (Musik-Akademie Basel) kennengelernt haben und sich in ihrer beruflichen Arbeit den verschiedenen Stilbereichen der Alten Musik widmen. Dabei folgen sie ganz der Devise „Kostbares Erbe – schöpferische Gegenwart“ und erforschen in diesem Konzert ein Repertoire, das – neben der konventionellerweise im Vordergrund stehenden Musik Italiens, Frankreichs und Deutschlands – eine besondere Akzentuierung absolut verdient hat: 

Die Musik des Nordens.

 

Dieterich Buxtehude, (1637 – 1707), 
Fuga in G, BuxWV 175,  Herr, wenn ich nur Dich hab, BuxWV38

Anonym, Sonata a 2 aus der Düben-Sammlung 11:2

Dieterich Buxtehude, Sicut Moses exaltavit serpentem, BuxWV 97

Anonym, Sonata ex C a 3 aus der Düben-Sammlung 11:7

Dieterich Buxtehude, Fallax mundus ornat vultus, BuxWV 28

Anonym, Passacaglia a Violino Solo aus der Düben- Sammlung 10:13

Dieterich Buxtehude, Also hat Gott die Welt geliebt, BuxWV 5

 

Das Ensemble

Ivo Haun, Tenor

„Der musikalische Garten“: 

Germán Echeverri Chamorro und Karoline Echeverri Klemm, Violinen

Annekatrin Beller, Violoncello

Johannes Keller, Cembalo

 

Die Ausführenden

Ivo Haun wuchs in Brasilien auf. Dort erhielt er ab 2003 professionellen Musikunterricht auf der klassischen Gitarre, den er vier Jahre später mit einem Gesangsstudium fortsetzte. In Basel seit 2010, schloss er 2015 sein Masterstudium bei Gerd Türk an der Schola Cantorum Basiliensis ab und erhielt weitere Inspirationen durch Unterricht bei Richard Levitt und Meisterkurse bei Maria Cristina Kiehr, Andreas Scholl, Alessandro de Marchi, Christoph Prégardien, Dominique Visse u.a. Seine Hauptinteressen als Künstler sind die virtuose Singkunst der Renaissance und des Frühbarock, Improvisationspraktiken, die Verbindung von Rhetorik und Musik und die Aufführung von Musik vom 14. bis zum 17. Jahrhundert aus Originalnotation. Ivo Haun musiziert als Solo- und Ensemblesänger u.a. mit La Cetra (Andrea Marcon), La Morra (Corina Marti und Michal Gondko), Basler Madrigalisten (Raphael Immoos), Musica Fiorita (Daniela Dolci) und Thélème (Jean-Christophe Groffe).

Der Musikalische Garten, dessen Musiker sich während des Studiums an der Schola Cantorum Basiliensis kennenlernten, sorgte gleich nach seiner Gründung für Furore: Innerhalb weniger Monate gewann er fünf Wettbewerbe, u.a. den ersten Preis beim Internationalen H. I. F. Biber Wettbewerb in St. Florian (AT) und beim Berliner Bachwettbewerb.

Das Ensemble hat bereits fünf CDs eingespielt. Nach den vorherigen hochgelobten Aufnahmen, welche zu den „besten im Bereich der Kammermusik seit Jahren“ zählen (Concerto Nr. 288/ 2019), widmet sich die Gruppe bei ihrer neuen Einspielung von H.I.F. Bibers Harmonia Artificioso-Ariosa wieder ihrem Kernrepertoire, der skordierten Musik (in der die Violinen umgestimmt, d.h. nicht in der normalen Stimmung G -d -a- e gestimmt, sind).

In den vergangenen Jahren war Der Musikalische Garten zu Gast bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Händel-Haus Halle und gastierte in Bogotá (CO) im Rahmen der internationalen Konzertreihe der Biblioteca Luis Ángel Arango.

Weitere Konzerte in der Wintersaison 2020/ 2021


Samstag, 6. Februar 2021, 17.30 Uhr
Musik von Niels Gade (1817‑1890)

Samstag, 13. März 2021, 17.30 Uhr
Musik von John Dowland (1563‑1626)

Text by Texte Reidemeister